Freitag, 12. Juli 2013

Manchmal…

untertisch… kommt es wie aus dem Nichts, eine Welle von Schuld und Trauer.
So geschehen wieder Heute, bald nach dem Aufwachen.
Diese Traurigkeit, das wir die Eltern verlassen haben.
Das der Vater da ohne uns ist und die Mutter alleine gestorben ist.
Das wir Schuld sind, wenn sie Einsam sind und waren.
Das sie nie was böses getan haben und alles Lüge ist.
Schuld und so sehr traurig.

Diese Welle überschwemmt für einen langen Augenblick alles. Für eine Zeit weiß ich dann nicht mehr was wahr ist und krame in meinem Gehirn nach den passenden Verbindungen. Nach und nach fällt mir wieder ein, das wir Gründe haben. Das auch das wenige Wissen, das ich besitze ausreicht. Ich Zweifel dann noch ein wenig und muss es dann so sehen, als wäre es einem anderen Kind passiert, damit ich weiß, das es schlimm genug ist. Ich kann es dann etwas trennen, denn diese Gefühle und Gedanken oben kommen von Inneren Kindern, die vielleicht gutes mit den Eltern erlebt haben, sie können nicht verstehen und wollen nicht glauben. Wie kann man damit umgehen? Ich hoffe Innen ist jemand, der/die sich um diese Kinder kümmert. Ich wünschte es wäre von Außen ein Zugang zu diesen Kindern, dass sie reden könnten, weinen und verstehen vielleicht. Aber ich weiß nicht wie das geht.

Diese Welle ist nicht mehr so hoch und schwappt so nebenbei immer wieder leicht an mich ran. Irgendwann vorhin dachte ich über das “Warum jetzt?” nach und mir ist eingefallen, das der Vater gestern Geburtstag hatte. Er ist jetzt 67 Jahre alt. Es ist komisch, ich habe überhaupt nicht an den Geburtstag gedacht und doch haben Innere das so im Blick….

Vielleicht gibt es eines Tages Trost für diese Kinder.

Kommentare:

  1. Das Bild spricht mich sehr an.
    Danke fürs zeigen.

    Ich finde, dass diese "Schuldgefühle" meines Inneren Kindes schwer auszuhalten sind.
    Ihr liebevoll immer wieder verständlich machen, dass sie keine Schuld an gar nichts hat. Sie berührigen. Das alles Ungute vergangen ist.
    Der einzige Weg für mich aus den Gefühlen "rauszukommen".
    Ich wünsche Dir / euch - wenn es für gut ist / an der Zeit ist - dass alle Kinder großen Trost erfahren.
    Ich grüße Dich / euch
    Oona

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    1. Danke, liebe Oona!

      Es gibt ja im Innen zum Glück auch noch andere Innere, die hoffentlich sich kümmern... und genau das tun.
      Berühren und beruhigen - ist dir aufgefallen das du daraus ein Wort gemacht hast? Ich glaube, weil beides im Guten Sinne sooo wichtig ist!

      Herzliche Grüße senden wir dir

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  2. Du Liebe, ich weiß gar nicht so recht, was ich schreiben könnte ... es soll doch etwas sein, was Dich aufbaut ... was Dir die Schatten nimmt und stattdessen die Sonne scheinen lässt (ich weiß, dass bei Sonne auch wieder Schatten auftauchen, aber diese können Dir dann nichts anhaben!) ...
    Ich denke an Dich und wünsche Dir und den Kindern Trost, damit ihr euch nicht so schrecklich mit dem Vergangenem quälen müsst ...

    Alles, alles Liebe,
    Sonja

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    1. Danke, liebe Sonja!
      Es geht inzwischen wieder anders.
      Alles braucht seine Zeit.

      Ganz liebe Grüße senden wir zu dir

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  3. Ich denke an Euch alle und nehme Euch gedanklich in meine Arme. Ihr schafft das!!!!!!

    Eure Ina

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    1. Danke, liebe Ina!
      Wir schaffen das alle :-)

      Liebe Grüße senden wir

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  4. ach anja stern ... ich möchte so gerne weise Worte schreiben ... aber mir fällt es so schwer ...
    ich hoffe du verstehst mich nicht falsch wenn ich dir eines meiner Lieblings-youtubes schicke.
    Wenn es mir nicht so toll geht muss ich lachen ... das tut mir dann immer saugut. Wäre schön wenn dich das Filmchen auch zum Lachen bringen könnte :-)

    http://www.youtube.com/watch?v=BLTWTKpP7g0

    herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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    1. Danke liebe Heidi - Trollspecht!
      Jaaa wir mussten sehr lachen :o) *grins*

      Ganz liebe Grüße für dich

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  5. Oh, das kennen wir auch. Immer wieder mal - anders - aber gefühlt ist es dem doch Nahe.
    Ich denke das schon hinten jemand ist, der auf die kleinen achtet, sich um diese kümmert. War bei uns auch so, selbst früher schon. Ein Kind allein lassen? Wenns traurig ist etc? neee, das verhindert das multisein irgendwie. Keine ahnung wie, aber darauf vertraue ich aus erfahrung.

    Den kleinen sagen, das alles ok ist - das es vorbei ist - das es sicher ist und schön... das die großen aufpassen... und die großen "sollten" am besten verstehen das es wirklich sicher ist, das man für früher nichts konnte - aber für das jetzt sorgt und mein eindruck aus der Ferne ist, das tut ihr!!!

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    1. ja, Danke Dir !
      War gut zu lesen und ich versuche auch zu vertrauen, das sich welche um die Kinder kümmern.

      Seid lieb gegrüßt

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  6. Kinder haben keine Schuld, sie kamen mit reinem Herzen auf die Welt. Ich kann aber gut nachvollziehen, dass die Schuldgefühle trotzdem kommen - kenne ich auch. Heute weiß ich natürlich, dass ich als Kind nicht schuldig war.
    Ich denk ganz lieb an Euch.
    Liebe Grüße von Anne

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    1. Danke liebe Anne!

      Sei auch ganz lieb gegrüßt

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  7. Ganz besonders heute, (nein, die letzten Wochen schon) fühlen wir mit euch... Liebste Grüße, Louise ♥

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    1. Auch ein Danke an Dich, liebe Louise!

      Sei ganz lieb gegrüßt

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