Freitag, 13. Januar 2012

Abschied und das Neue

Ich habe mich oft gefragt,
ob nicht gerade die Tage,
die wir gezwungen sind,
müßig zu sein,
diejenigen sind,
die wir in tiefster Tätigkeit verbringen?
Ob nicht unser Handeln
selbst, wenn es später kommt,
nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist,
die in untätigen Tagen in uns geschieht?
Jedenfalls ist es sehr wichtig,
mit Vertrauen müßig zu sein,
mit Hingabe,
womöglich mit Freude.

Dieses Gedicht hat uns Sa am letzten Freitag zum Abschiedsfrühstück mitgebracht. (Danke!)
Du fehlst uns!
Natürlich - es geht weiter. Nächsten Mittwoch kommt auch Cl endlich aus ihrem Urlaub wieder und dann ist hoffentlich ein bisschen mehr Sicherheitsgefühl auch wieder da. MaD kennen wir ja auch schon aus Vertretungen und das war ja auch gut. Aber BiF ist ja für Sa da und somit hat sie 4 Std mit uns in der Woche und MaD war für Cl da und somit 2 Std / Woche. Wir hoffen noch das Cl und BiF die Stundenanzahl tauschen werden... leider glaub ich das es recht unwahrscheinlich ist.
Die Woche war schwierig. Wir wissen noch nicht ob wir mit BiF klar kommen. Sicher, es muss ja erst ein Kennenlernen stattfinden. Sowas wie Vertrauen wachsen. ich weiß ja. Wir geben uns auch die nötige Zeit. Es ist auch klar, das es sein kann das wir Situationen falsch interpretieren. Ich krieg es noch nicht getrennt. Was wollen wir hören, was hören wir wirklich. Was erleben wir? Und das es am Anfang schwierig ist, das ist auch normal. Da sie mit dieser Arbeit ganz neu beginnt hat sie ja auch noch keine routine - was es nochmal ein Stück chaotischer macht.
Unsere Therapeutin machte uns darauf aufmerksam, das wir schon manches anders machen - sicherer sind, was wir uns erarbeitet haben. Wir erklären uns nicht stundenlang. Wir sagen was und sagen es nochmal und wenn dann das Gefühl da ist das es nicht gehört wird, geb ich es ab. Wir sind es mit Sa und Cl gewohnt auf Augenhöhe miteinander zu reden / zu tun. Vielleicht muß man sich Augenhöhe ja auch erarbeiten?? Ich weiß nicht mehr wie es bei Sa und Cl am Anfang war. Glaub aber anders.
Mich wundern manche Situationen. Ich glaube, dass ich bevor ich jemanden einen Vorschlag mache, erst mal gucke wo diejenige steht - was schon probiert wurde oder gerade aktuell ist. Mache ich ohne das einen Vorschlag stelle ich mich über allem. Und ehrlich, wir sind ja nicht Blöd! Naja vielleicht wäre es manchmal auch gut wenn in solch einer Situation mal die Jugendlichen nach außen sich zeigen würden und sagen würde was sie denken oder die Augen so schön verdrehen.... ja das können sie gut!
Wir wollen weiter machen. Nicht wieder Anfangen von vorne. Immer wieder ist auch die Angst, dass wir es doch nicht schaffen. Eine neue Hilfe in unseren Alltag zu lassen und darüber hinaus Neues zu erarbeiten. Wird sie verstehen lernen wie es mit UNS ist?
Sa hat oft nach Innen gesprochen, Mut gemacht und das positive hat sie immer gesehen. Ja, es ist die Angst da, das wir so die Hilfe nicht mehr kriegen und es ist die Angst da, dass Cl auch plötzlich weg geht. Weiß nicht ob das nur die Kleinen betrifft. Aber real kann alles passieren.
Sind wir eben noch ein bisschen Traurig. Das darf ja sein.
Liebe Grüße an Euch!
anja und co





Kommentare:

  1. <3 warmen Kakao hinzustelln mag und gedanklich bei euch bin.... wink

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  2. Danke, das ist lieb :-) Liebe Grüße von uns, anja und co

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