Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ein Licht...



... für Euch <3
Wir hoffen ihr erlebt wundergute Zeiten,
ob Weihnachten, Chanukka oder ....,
möge es euch gut gehen
und es jemanden oder etwas geben, 
der/die/das euch gut tut!
DANKE!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

irgendwie auch nur blabla

Der Termin bei dieser Ärztin war - naja, weiß auch nicht. Gut das Mai und begleitet! Es wurde nichts geschnitten, weil die Stelle weg war - einfach so. Mal weiter beobachten oder so. In 14 Tagen ist ein Testergebnis da, ein Medikament nehme ich vorsorglich, aber mein Gefühl sagt das es das nicht ist und alles was die Suche im Netz hergibt sagt mir das wir so überhaupt nicht auch nur eines der Symptome haben - außer der weißen Stelle, die sich aber ja auch nicht ausbreitet. Die Ärztin hatte auch nur kurz reingeschaut - ich weiß nicht. Der nächste Termin soll dann bei einem Mann sein, weil sie dann nicht da ist. Wir haben dann mit unserer Zahnärztin gemailt und jetzt macht sie die Kontrolle und sie sagt das wenn die Stelle wieder da ist, dann würde sie die gerne Photographieren und dann noch mal mit der anderen Ärztin telephonieren. Ich bin froh, das wir die weltbeste Zahnärztin haben und das sie vorher die Stelle gesehen hat (weil ich so weiß, das sie wirklich da war)! Besser einen Termin bei ihr als bei einem Fremden und das auch noch vor den Feiertagen.
Vielleicht ist alles nichts oder eine Zauberei oder so ein "DIS - Körper - Ding". Wir gucken jetzt immer ob es wieder da ist.

Wir wollen noch 3 Geschenke finden und das muss ja jetzt schnell gehen, weil es rechtzeitig hier ankommen soll, aber es fällt so schwer und wir finden einfach nichts was stimmt für uns. Heute suche ich nicht weiter, hoffe morgen finden wir was und können uns dann auch entscheiden - entscheiden ist nicht unser Ding, gar nicht.

Und sonst so?

Ich erlebe mich/uns verwirrend. Harrend, erstarrt, traurig, ängstlich bis richtig Angst, alles zuviel, zu wenig. Einsam und abgetrennt vom Leben. Erstaunt, wenn Menschen dennoch nett zu uns sind, wieder(kommen). Oft mit dem Drang der Selbstverletzung und der Angst die Kontrolle zu verlieren. Für nichts richtig Worte haben und von einer Situation in die Nächste und einem Gefühl ins Nächste zu stolpern und doch Zusammenhänge immer mehr nicht herstellen können. Dann wieder sich so wahrnehmen, als wäre alles ok und keinen Bezug zu irgendwas haben oder nur zu der gerade geschehenden Situation - besonders wenn ein anderer Mensch beteiligt ist.

Wenn wir viel Zeit zum reden mit Mai haben, dann wird es etwas anders. Aber das verliert sich schnell, wenn die Termine anders gebraucht werden, wie Einkaufen und diese Arzttermine und so. Was ja irgendwie wieder für sowas wie regelmäßige Therapie sprechen würde. Klar ist, das wir oder ich es allein nicht hinkriege, an uns und dem Leben anzudocken. Ich würde mich, uns und das Leben verlieren, es würde fortgespült werden. Denke ich gerade.

Samstag, 6. Dezember 2014

kurzer Überblick

Ich würde gerne mehr schreiben und euch Antworten, hier und per Email und auch was wir über das Kontaktformular bekommen haben. Wir machen das sobald es geht!

Wir lesen Euch gerne und bedanken uns für liebe Worte und Nachfragen <3

Grad nur eine Superkurzform.....

Die Therapeutin hat uns in der 3. probatorischen Sitzung "abgelehnt". Das hat viel gemacht, weil irgendwie so gar nichts darauf hingedeutet hat und ihre Begründung immer noch viel macht. Ich will darüber noch schreiben.

Am Donnerstag haben wir erfahren das eine Entscheidung so getroffen wurde, dass nicht wie befürchtet, es wirklich schwierige Auswirkungen auf uns hat. Wir sind sehr erleichtert - soweit das schon spürbar ist.

Am Freitag (gefühlt noch Heute) waren wir bei unserer Zahnärztin (zuletzt Anfang des Jahres) - nach langer Zeit und mit allen Ängsten. Die angedachte Behandlung geschah dann nicht, weil sie auf die weiße Stelle unter der Zunge aufmerksam wurde. Wir haben die seit - was weiß ich... 3 Monaten oder so und dachten es ist eher ne Aphte und es tat ja auch nicht weh. Naja, sie hat ihren Kollegen auch gucken lassen (in uns rein) und dann gleich einen Termin bei einer Kieferchirurgin gemacht, wo wir jetzt Montag hin müssen. Wahrscheinlich wird dann eine Probe entnommen.

Was das jetzt wieder mit uns macht, kann ich noch gar nicht sagen. Ich weiß, da sind Ängste, aber irgendwie auch nicht - ich weiß auch nicht. Wir müssen jetzt einfach mal (wieder) abwarten und schauen was heraus kommt. Aber selbst ohne Vorstellung von Szenarien der Zukunft macht der Termin in fremder Praxis in Kombination Mund, fremder Mensch, liegen - Angst. Alteneuegarkeine Angst. Ich bin froh, das Mai mit uns hingeht! Unsere Zahnärztin wollte auch noch mit der anderen Ärztin telefonieren und hatte uns vorher gefragt, ob sie auch die "besonderen Umstände" weitergeben darf, weil es dann vielleicht für alle leichter wird. Darf sie.

Alles macht viel und ich kann in letzter Zeit trotz allem etwas Veränderung wahrnehmen und auch immer mal wieder mehr Hoffnung spüren. Lange war das fast gar nicht mehr möglich. Und auch wenn es eine echt schwere Zeit ist und wir sehr, sehr mit uns und dem Leben kämpfen - so glaub ich ein kleines bisschen das diese Zeit auch einen Sinn haben könnte. Vielleicht haben muss - vielleicht einfach hat. (und es fällt mir schwer das so stehen zu lassen.)

ok, mehr geht grad nicht
allen liebe grüße und viele gute wünsche

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Klinikberichte gelesen

Heute haben wir für die Vielleicht-Therapeutin alle Klinikberichte der psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken rausgesucht. Sie würde die gerne lesen, wenn das für uns ok ist, weil sie dann vieles über die Anamnese nicht mehr abfragen müsste. Naja - ich weiß noch nicht ob es ok ist, aber wir bereiten es vor.
Mit Mai schon Sortiert - hier und da kurz angelesen. Krass. Später konnte ich dem Drang alles zu lesen nicht widerstehen. Also alle Bericht von Vorne bis Hinten gelesen. Der Erste ist von 1988, da waren wir 17 gerade 18 oder so. Wir haben immer dafür gesorgt diese Berichte auch für uns zu haben, weil wir wissen wollten, was über uns geschrieben wurde.

In fast allen Berichten stehen teils Unwahrheiten, teils Verdrehungen drin. In der Regel werden die eigenen Defizite benannt - nie aber die, welche es Seitens des Helfer_Innen_*systems gab. Es ist so krass schlimm. Es kommen ein paar Erinnerungen hoch. Auch teils die Lebenssituation in der wir waren und wie eine neue Klinik, ein neuer Versuch oft soviel Hoffnung in sich barg nach endlich guter Hilfe für uns. Die Enttäuschungen, wenn man dann dort war und erlebte, was es zu erleben gab. Zu Positiven letzten Sätzen in Berichten führte oft unsere Resignation und Anpassung ans System. Einmal haben wir diese Anpassung nicht geschafft und sind hochsuizidal aus der Klinik geflogen. Einzig weil wir der Oberärztin keine für sie ausreichenden Therapieziele nennen konnten. Ach, wir könnten zu jeder Klinik so vieles erzählen - es ist nicht mehr gut zu machen und für vieles reicht auch nicht die Entschuldigung, das die über DIS und Psychotraumatologie damals wenig oder kein Wissen hatten.

Dieses ganze Leiden. Suchen. Fragen. Infrage stellen. Misstrauisch sollen wir gewesen sein. Kein Wunder. Sind wir immer mehr auch geworden. Oder mindestens geblieben.

Anders wurde es ab 2004 auf der Traumastation. Wir hatten Glück mit der Therapeutin. 3 Aufenthalte waren dann eher Hilfreich. Der 4. eher schwierig, vor allem wegen des Teams, in Kombination mit unserer kleiner gewordenen Fähigkeit uns unkritisch anpassen zu wollen und können. Letztlich endet auch diese Klinikgeschichte mit Verletzung und letztlich ... ach.

So geballt kann es nur die Gewissheit geben, das wir nie wieder in eine Klinik gehen werden. Ich verstehe das, denn es gibt keine Klinik, die auf Augenhöhe mit uns arbeiten würde - egal wie viel wir gerade (nicht) könnten. Jedenfalls glauben wir, das es das nicht gibt. Vielleicht wenn wir insgesamt stabiler wären, unabhängiger und agiler (weil wir uns dann besser anpassen könnten?).

Die Depression und Suizidalität begleiten uns solange wir denken können, mal mehr mal weniger. Letztlich Leben wir halt immer noch. Es war nie so, dass wir das Leben nicht wollten. Es war nie so, dass wir nicht wussten, was es alles schönes gab. Es gibt Menschen die wir lieb haben und hatten. Wir haben unseren Humor und wir hatten immer viele Wünsche und Träume. Einzig unser Sosein unser unvermögen in der Gesellschaft einen Platz zu finden, unser Traumafolgen-Anders-Sein, unser "einfach nie eine ausreichende Lebensqualität zu erreichen" - macht uns Lebensmüde. Über die Zeit lässt auch diese euphorische Hoffnung auf eine neue Möglichkeit der Hilfe sich nicht mehr wahrnehmen.
Ich weiß nicht ob es diese Hilfe für uns noch geben kann.

Trotzdem gibt es Momente die gut oder auch schön sind. Momente wo ein wenig Hoffnung aufflackert, nach einem guten Gespräch. Wir möchten anders Leben. Wir haben dafür wirklich schon sehr sehr viel verschiedenes getan in den letzten vielleicht 30 Jahren. Wir glauben nicht mehr daran das wir mehr als ein Überleben erreichen/halten können. Wir haben keinen Einzigen unserer Lebensträume erfüllen können und Träumen trotzdem immer noch.

Wenn sterben nicht geht, dann ist nur Leben und Leben hat immer Vielleichts in sich. Immer.

Habt vielen Dank für Eure Kommentare! Wir freuen uns darüber und sobald es irgendwie ghet, werden wir auch noch Antworten! Danke!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Ich würde sooo gerne gerne Leben.

Immer wieder bin ich wieder eingehüllt in diese Traurigkeit. Vorhin ging es noch. Wir haben schön gefrühstückt mit Mieke, Karten gespielt, zusammen das Bett neu bezogen und den Müll raus gebracht. Ich bin froh, dass sie diese und andere Dinge mit mir macht, weil es alleine teils nie, teils zu selten geschehen würde. Dieses "vieles alleine nicht (mehr) hinzukriegen" ist belastend. Zusätzlich. Zumal es schon einige Jahre sind, wo vieles nicht mehr geht.

Es ist dieses "was alles zusammenhängt". Das Bett, günstig mal gekauft und weiches Holz, wo die Latten, welche das Lattenrost tragen schon rausgerissen sind und wieder provisorisch geflickt wurde, das Lattenrost, welches wirklich kaputt ist und teils gehalten wird von einem Eimer und Büchern, die Matratze - schon so alt und spürbar die Federn in der Nacht. Nächte... schiefes liegen, niemals sich im Bett aufrecht hinzusetzen oder zur hinteren Ecke klettern, um das Laken dort einzuschlagen, weil unser Gewicht unverteilt dann wohl alles zum einstürzen bringt. Der Blutfleck an der Wand, von der Mücke, die sich wohl vorher an uns genährt hat, der aber an einer blöden Stelle ist, uns somit _immer_ den Schreck auslöst, weil da ja eine Spinne sein könnte. Das Unstrukturierte in diesem Schlafzimmer, in dem es keinen Schrank gibt und dessen Kommode wir aus merkwürdigen Gründen nicht nutzen. Die Spinnenweben, die sagen das es sie irgendwo geben muss, die Spinnen und hoffend, dass es solche sind, die wir inzwischen schon mögen und zumindest aus der Ferne Sein lassen können manchmal. All das was zusätzlich schwer macht Nachts gerne ins Bett zu gehen. Geschweige denn mit einem "es ist sicher" Gefühl.

Der Müll, der Montags abgeholt wird, macht spätestens ab Freitags Stress, weil wir hinkriegen müssen den Müll zusammenzuräumen und immer den Stress haben, das wir ja die Mülltonnen auch mal Sonntags an die Straße stellen müssen. Obwohl wir liebe Nachbarn haben, die das immer einfach machen, nur macht das dieses Schuldgefühl nicht weg und das staunen wenn sie ganz normal mit uns reden (obwohl wir so - so wenig, selten, komisch ....) wir warten immer darauf, das sie genervt sind und so mit uns reden, wie wir es eigentlich erwarten  - sie tun es aber nicht.

Und Mieke.... 22 Jahre und sie sagt immer noch, dass sie gerne kommt, hilft und alles - das wir auch viel geben, eben anders. Aber... irgendwann muss doch auch sie die Schnauze voll haben von uns. Es ist doch so wenig geworden, was wir für andere tun können. Werden immer empfindlicher. Anstrengend.

Und Duschen müssen wir noch, weil sauber in ein sauberes Bett - aber duschen geht auch nicht mal eben schnell, weil wir Stunden brauchen, bis wir es schaffen und währenddessen der Stresspegel noch mal höher ist und mindestens einmal zwischendrin das Gefühl ist, das man jetzt _wirklich_ nicht mehr kann und _alles_ zu viel ist. Ich kann mir zwar zusammenreimen, was wahrscheinlich Ursache für Stress beim Duschen ist, aber von Wissen ist das weit entfernt. Nur weil seit tausende mal Duschen eigentlich alles Sicher ist, macht das Innen noch lange kein Sicherheitsgefühl.

Das ist nur ein bisschen von dem, was Heute da war/ist und über das man ja eigentlich nicht so schreibt oder redet. Dabei ist so viel mehr an Themen, Gedanken und Gefühlen - das ist so erschöpfend.

Und dann war da das Erstgespräch mit einer Vielleicht - Therapeutin. Es war eigentlich gut - für ein Erstgespräch. Aber es hat wieder so viel ausgelöst - Erfahrungen mit anderen TherapeutInnen, Helferinnen, ÄrztInnen, Freundinnen. Letztlich nicht wissen, ob wir uns wirklich noch mal auf jemanden einlassen können oder wollen. Wir glauben nicht mehr, das es wirklich gut genug werden kann. Es - unser Leben. Um eine Chance zu haben, brauchen wir jemanden, die für uns dran glauben kann. Vielleicht. Aktiv hilft die Beziehung und die Therapie zu gestalten und nicht wartet. Warten kann ich wirklich perfekt alleine. Wir haben ganz sicher kein "Sie ist es ganz sicher"-Gefühl. Ich weiß aber nicht ob es das wirklich gibt - wir hatten das nur einmal ganz sehr, aber da können wir nicht hin.
Wir haben ja noch 2 probatorische Sitzungen und auch später kann man jederzeit abbrechen (das sage ich immer wieder zu uns).

Ich würde sooo gerne gerne Leben.