Mittwoch, 31. Juli 2013

Versuch Nr. Fünfhundertmillionendreiundachtzig

Der Xte Versuch zu schreiben…. vielleicht geht eine Liste, unsortiert und ohne viel zu denken? Versuch Nr. Fünfhundertmillionendreiundachtzig.

  • stunden später und der erste Punkt steht immer noch nicht. Aber jetzt ;-)
  • Ich hätte gern nen Medi was wach und Fit macht. (von Innen: “besorg dir Drogen”) Will ich nicht und würd ich nicht. Die Phase wo man eine “geraucht” hat ist lange vorbei. Und diese spontanen Müdigkeitsschübe würde auch das nicht weg machen – anderes haben wir nie probiert, soweit ich weiß.
  • Wann machen wir mal nen schwarzes Design? Würde besser passen als dieses unerträgliche Halli Galli Design.
  • ist grad schwer vieles. Wieder. Immer noch. das Gefühl macht alles keinen Sinn und auch schreiben macht keinen Sinn – immer so Depri alles. Positiv Postings wollen aber auch nicht gelingen.
  • Haben grad oft leichte bis mittelschwere (wechselhaft) Migräne. Merke : wir brauchen neue Schmerzmittel! (btw. auch wieder was gegen Allergien)
  • Wir ahben von unserer Lieblingsnachbarin eine “Sternchensuppe” geschenkt bekommen, weil sie an uns denken musste, als sie diese sah.
  • Erwachsene (auch ich) sind alle blöd.
  • Täglicher Kampf mit dem Thema Selbstverletzung.
  • Mieke hat für uns den Balkon bearbeitet und geholfen ihn von der mittleren ameisenflut zu befreien. Das hat uns sehr erleichtert!
  • Wir sind Versagerinnen und da das Heil werden an uns selber liegt ist alles Sinnlos.
  • Häufige Innere Abwertungsgedanken in Fäkalsprache und sehr sexualisiert in (un)feinster Form.
  • Urs hat uns das Insektengitter an die Schornsteinlüftungsöffnung gemacht, da kommen keine Spinnen mehr durch!
  • Wir waren Eisessen – lecker – nur die Autofahrt machte Übelkeit, was sonst eher nicht mehr vorkommt, aber warum ist nicht so klar. Vielleicht weil es eine unbekannte Strecke war?
  • Das “Schlafen gehen können” geht seit Mitte Juli allermeist vor 3 Uhr Nachts und seit einigen Tagen beginnt der Tag tatsächlich Vormittags. Ganz von selber ohne Wecker!
  • Wir wollen keine Therapie mehr machen (Stichwort: Sinnlos). Suchen einer neuen Therapeutin ist dennoch immer wieder im Fokus.
  • Ständiger Drang nach Süßem, das Großenutellaglas ist schon fast leer.
  • Viel Unzufriedenheit, nichts Neues. Reden lohnt nicht. geht auch nicht richtig. weil ist ja sinnlos. und bin ja unfähig. und ist nix wichtig. weil bin ja langweilig. müßte ja nur den mund aufmachen. aber der lächelt ja nur und macht nichts sinnvolles. nur wenns nicht um “was ist grad los” geht, dann ists ok alles. also alles wie eh und je.
  • Mieke hat uns von Ikea so 2 Leisten wo man Stifteboxen dran machen kann gekauft. In Bunt. Glaub da passen viele Stifte rein :-)
  • Morgen hat unser kleiner Bruder Geburtstag.
  • kann mal jemand die kleine stern an die hand nehmen und ihr das leben zeigen?
  • Ja klar sollen doch die großen sterne machen, nur die können das auch nicht. Pech.
  • Geträumt. –> Wir stehen vor dem Kühlschrank. Es wurde von machen Inneren was gegessen, aber es ist eine große Bedrohung da. Ständig finden innere Wechsel statt. Urs versucht jedem immer wieder zu sagen, dass sie ruhig essen dürfen, dass sie es probieren sollen und es erlaubt ist. Manche sind ganz schnell wieder weg, ohne zu essen, weil die Angst zu groß ist, andere zögern oder probieren was. Ich denke nebenher, ob der Körper das vertragen kann oder ob auch alle Innere einen eigenen magenblabla haben. Nach dem Aufwachen bin ich noch einen Funken unsicher, ob das nicht doch wirklich passiert ist. Das Gefühl der vielen Wechsel war noch lange vorhanden.
  • wir haben eine Grabowski Igel Trost Karte bekommen mit Janoshbriefmarke :-)
  • Ich sollte sanfter mit mir und uns sein. Es gelingt mir kaum. Ich (?) verhärte ganz schnell und bin noch schneller in der Abwertung. Ich würde es aber gerne sein. Uns gegenüber schaffe ich diese Erwachsenen fürsorgliche Ebene nicht. Dabei weiß ich, das es mehr bringen würde und besser in jeder Hinsicht wäre. Ich wünschte wir hätten mehr Zugang zu Imaginationen.
  • Manchmal denke ich an Klinik. Aber welche? Und ich befürchte, das die Zwangsrituale in solchen Kliniken uns noch mehr stress machen werden als vor 6/7 Jahren. Das “Müssen” und Mehrbettzimmer. Und Klamotten für so einen Aufenthalt hätten wir auch nicht, wir wiegen fast 30 Kilo mehr seit dem letzten Aufenthalt in einer Klinik. Ich wünschte mir einen ort, wo jeden tag ein gespräch wäre, jeden tag die möglichkeit zur kreativität. ein achtsames umsorgen ohne schlechtes gewissen und sich erklären müssen. Jemand, die die richtigen Fragen stellt. Damit die Worte aus uns raus purzeln könnten und vielleicht die Tränen. – Vielleicht wünsche ich mir auch besser ne einsame Insel mit Internetanschluss.
  • ich mag das leben. nur meins nicht.
  • In unserem Balkonkasten blüht die erste Blumensamenstreublühte :-) Ich dachte sie werden viel Größer aber es sind wohl kleine Blumen.
  • wer meckert und nichts ändert sollte lieber still bleiben. nervt nur!
  • vielleicht sollten wir nochmal versuchen eine tagesdokumentation zu machen halbstündlich – nur um schwarz auf weiß zu haben das wir nichts tun. Und ich über jedes Nichts auch ja informiert bin, falls ich es mal nicht mitbekommen sollte.
  • nun die Liste ist ja doch was geworden…. ich staune. Aber lesen tu ich das nicht mehr jetzt. Vieles ist rot Unterstrichen, aber da müsst ihr durch, wenn ihr euch das Lesen antut.
  • Ich (wir) Kämpfe(n) wiedermal sehr gegen mich(uns). Begegnung mit einem Dir ist eine Erholung. Meistens.

Jetzt ist es doch später wieder geworden. Naja, egal.

Habt einen Guten Tag! blume22

Sonntag, 21. Juli 2013

Alles Neu macht der Juli.. oder so…

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Das ist das Hintergrundbild in “ganz” :-)
Wir haben mal wieder hier alles ändern müssen… wir hoffen es irritiert nicht zu sehr! Mal sehen wie lange das jetzt bleibt…, ich bin zuversichtlich, dass es eine ganz Weile so bleiben kann…

Wie immer war das wieder eine gute Ablenkung. Für uns ist das da draußen viel zu warm, das Gefühl nicht atmen zu können mag ich gar nicht. Zum Glück ist es hier in der Wohnung schön kühl!

Wir wünschen euch eine wundergute Woche! Aber erst einmal noch einen schönen Sonntagabend :o)

angerissen

Heute ist mir beim Lesen Eurer Blogs ein Artikel, genauer gesagt ein Wort “entgegengesprungen” und macht sich Raum im Denken hier. Ich kannte das Wort noch nicht und doch erklärt es mir einiges, was ich wohl auch zu erklären versuchte, aber jetzt hat es einen Namen: Objektkonstanz. Vielleicht habe ich das Wort auch schon vorher gelesen, aber es verband sich nicht mit meinem Denken?

Kurze Erklärung bei Psychology48.com oder Wikipedia.org
1) konstante Bindung des Kindes an die mütterliche Bezugsperson; bezieht sich auf die Fähigkeit des Kindes, eine Beziehung aufrechtzuerhalten, die relativ unabhängig von Bedürfnisbefriedigung ist. Objektkonstanz liegt vor, wenn das Kind eine Vorstellung von der Mutter auch dann hat, wenn sie außer Sichtweite ist und wenn für das Kind dieser Zustand momentan unbefriedigend ist. Das Sich kümmern und die Fürsorglichkeit der Mutter werden weiterhin gespürt, auch wenn die Mutter vorübergehend abwesend ist (Bindungsforschung).
2) Subjektive Gewähr der eigenen
Existenz, ohne die Befürchtung haben zu müssen, verlassen zu werden sich; Basis dafür, daß ein Kind den Mut und das Vertrauen aufbaut, sein eigenes Leben führen zu dürfen.” (Psychology48.com)

Ich hab auch schon über Bindungstheorien gelesen, aber gefühlt grad überhaupt kein Wissen dazu. Im Grunde auch nicht so wichtig vielleicht.
Ich frage mich, ob man auch heute noch eine Objektkonstanz entwickeln kann, oder ob es immer ein “daran arbeiten” bleibt? Es ist immer mal wieder Thema für uns und beeinflusst das Beziehungs(er)leben schon sehr (u.a.).

Ich merke, dass mehr grad nicht geht.

Mir fällt ein Lied ein, welches wir früher in der Jugendzeit viel gehört haben. Hochemotional und sicher nicht zur Freude. Obacht, wer es anklickt. Von Bettina Wegner, Hab doch gewusst es ist wieder das Gleiche….

Freitag, 19. Juli 2013

Oranger Faden 20.07.2013

 as roter faden

Was ist zur Zeit?

    • Viele Unsicherheiten. Anker, wie Therapie und Assistenz sind nicht so leicht greifbar. Irgendwie losgelöst? Abgespalten? Weiß nicht und stimmt auch nicht immer. Glaub ich.
    • Denken und Fühlen springt sehr.
    • So schwierig an etwas “dran” zu bleiben.
    • ist was?

Was haben wir gemacht?

    • Wir waren am See
    • Wir waren in einem neuen Bastelladen
    • Einkaufen einmal die Woche
    • Schornsteinfeger war da
    • Apotheke (Stichwort “der Strumpf”)
    • Wir waren bei der Fachärztin
    • Balkonpflanzenpflege
    • geknetet, gebacken, bemalt, geklebt, besprüht, beschrieben
    • Wir waren bei Mieke
    • Mieke liest uns aus Pu der Bär vor :-)
    • 3 Tage hintereinander vor 3 Uhr ins Bett – gerne weiter so!
    • vor fast 2 Wochen Frau M. gemailt wegen Therapieanfrage, keine Rückmeldung

See, Bastelladen, durch die Stadt fahren….
Es ist wichtig eine Vorstellung von Dingen / Situationen zu haben. Deswegen abgesichert ausprobieren! (ohne Erwartungen!)

Schornsteinfeger und ähnliche Situationen…
Es geht nicht um aushalten, durchstehen, funktionieren, sondern es geht um einen Umgang finden, Sicherheiten entwickeln.
Es geht nicht um “alles alleine schaffen”, es sollte integriert, nicht dissoziiert sein!
--> Daher ist nach Hilfe fragen OK! (Beispiel: Mai und Urs machen einen Termin aus und sind dabei, wenn wir die Kontaktdaten weitergeben)
Das ist nicht blöd, faul, albern, abhängig!! ( Wir haben nach Jahren noch immer keine Sicherheit entwickelt bei bestimmten Terminen, weil “irgendwie durchziehen” geht, aber nicht hilft!)

Apotheke….
die blöde “Strumpfsituation”. Es geht um NEIN sagen, wenn etwas nicht ok ist! Nicht vermeiden, sondern NEIN sagen!

Fachärztin Frau D.
Frau D ist kein Nerd! ;-)
Thema: Kontakte, über den Blog geredet, Blogadresse gegeben – fraglich ob sie ihn findet (siehe Zeile höher ;-)
Schwerbehindertenausweis, Gutachten ist geschrieben (vermutlich schon beim Versorgungsamt), Ausdruck gibt es beim nächsten Termin. Frau D. glaubt Amt macht es nicht. Wir werden dafür kämpfen!
Darüber Thema Internet (-Recherche) –> Foren  –> Blog –> Kontakte
Wir haben nicht nur eine Freundin! Thema Kontakt halten – was ist der Maßstab für gut Kontakt halten? –> Greifbar für uns und andere? (Beziehungen ohne oder mit wenig Kontakt verlieren wir aus den Blick / sind schwerer greifbar für uns)

Geburtstage anderer….
sind sehr aufregend! Fordern, wollen, freuen, überfordern, freuen, machen, unsicher, klar, ängstlich….. aber es ist gelungen, war schön und nächstes mal vielleicht leichter?

Vorgelesen kriegen…
ist sehr ungewohnt und sehr schön! Ist für die Kleinen und vielleicht auch möglich das wir es für die Kleinen auch mal selber machen? Trost nach Innen. Ausprobieren.

Merken!

  • Frau Str. ist nicht weg, es ist nur Urlaubszeit
  • Therapiesuche im Blick behalten
  • Haushalt… jeden Tag ein Minischritt?
  • Es ist schön jemanden, den man mag, zu besuchen!
  • Es gibt uns!

Dienstag, 16. Juli 2013

Weil es dich gibt

Für Schnabbelschnütchen :o)
(und alle die es mögen)

Weil du nicht bist wie alle andern:
Weil du nicht bist wie alle andren
Weil man dich niemals kaufen kann
Weil mit dir tausend Sterne Wandern
Weil du auch Wölfin bist und Lamm
Weil du noch Mut hast um zu träumen
Weil in dir Schmetterlinge sind
und weil du Zeit hast dich an Bäumen, halb tot zu freuen wie ein Kind
Weil du das große Abenteuer, wie ein Geheimnis mit dir führst
Weil du nicht Satt bist und das Feuer
So viele Leben in dir Spürst
Weil du nicht bist wie alle andren
Weil man dich niemals kaufen kann
Weil mit dir tausend Sterne Wandern
Weil du auch Wölfin bist und Lamm
Weil du noch in dir Suchst und Zweifelst auch wenn du dich dabei verlierst
Und Deine Grenzen überschreitest, und weil du recht hast wenn du irrst
Weil du Verbote einfach auslässt
Weil du Gesetze hasst wie ich
Weil du dich täglich etwas Loslässt
Weil du die Schatten kennst vom Licht
Weil du ein Herz hast wie ein Bahnhof aus dem mein Zug auf Reisen geht
Und meine Stimme sagt 'fahr nicht Los', wenn du für immer von mir gehst
Weil du nicht bist wie alle andren, auch wenn du Ausgehst wie das Licht
Und mit dir tausend Sterne Wandern, weil es dich gibt
Liebe ich dich

Freitag, 12. Juli 2013

Manchmal…

untertisch… kommt es wie aus dem Nichts, eine Welle von Schuld und Trauer.
So geschehen wieder Heute, bald nach dem Aufwachen.
Diese Traurigkeit, das wir die Eltern verlassen haben.
Das der Vater da ohne uns ist und die Mutter alleine gestorben ist.
Das wir Schuld sind, wenn sie Einsam sind und waren.
Das sie nie was böses getan haben und alles Lüge ist.
Schuld und so sehr traurig.

Diese Welle überschwemmt für einen langen Augenblick alles. Für eine Zeit weiß ich dann nicht mehr was wahr ist und krame in meinem Gehirn nach den passenden Verbindungen. Nach und nach fällt mir wieder ein, das wir Gründe haben. Das auch das wenige Wissen, das ich besitze ausreicht. Ich Zweifel dann noch ein wenig und muss es dann so sehen, als wäre es einem anderen Kind passiert, damit ich weiß, das es schlimm genug ist. Ich kann es dann etwas trennen, denn diese Gefühle und Gedanken oben kommen von Inneren Kindern, die vielleicht gutes mit den Eltern erlebt haben, sie können nicht verstehen und wollen nicht glauben. Wie kann man damit umgehen? Ich hoffe Innen ist jemand, der/die sich um diese Kinder kümmert. Ich wünschte es wäre von Außen ein Zugang zu diesen Kindern, dass sie reden könnten, weinen und verstehen vielleicht. Aber ich weiß nicht wie das geht.

Diese Welle ist nicht mehr so hoch und schwappt so nebenbei immer wieder leicht an mich ran. Irgendwann vorhin dachte ich über das “Warum jetzt?” nach und mir ist eingefallen, das der Vater gestern Geburtstag hatte. Er ist jetzt 67 Jahre alt. Es ist komisch, ich habe überhaupt nicht an den Geburtstag gedacht und doch haben Innere das so im Blick….

Vielleicht gibt es eines Tages Trost für diese Kinder.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Gedanken(ge)fet(z)e(n) ---- kann Triggern

wert
* nicht wir sagen wollen und es trotzdem tun
die ruhe selber, wie ein aufgescheuchtes huhn
* erstarrend zerfließen, fragend verstummt
erleichtert genießen, aus nicht edlem grund
* verneinend das klagen, das jammern, das leid
ich lache und fühle mich fast schon befreit
* doch fast ist nicht alles und wird es nie sein
im Innen da ist es, das weinen und schrein
* nicht können und wollen was muss und geschieht
nicht erkennen und lassen was sie schon längst sieht
* das Wissen leugnen aus feigheit und angst
vermeidungstänze längst ausgefranzt
* so wirr und irr und ohne Sinn
das wasser steht schon bis zum kinn
* gelogen, betrogen und alles in wahr
gesucht nicht gefunden das gute haar
* verlassen und hassen in brav und lieb
manch einen das schon in den wahnsinn trieb
* kein handeln kein sein kein dürfen im außen
der Körper das Haus, würd gern einen saufen
* wann gibt es begreifen, wann hand in hand
wann gibt es miteinander im sternenland
* das schreiben und lesen was gutes ist
bezweifelt, wenn solches ins hirn sich frisst
* verlassen zerflossen so zwischen den fingern
meist ist es so mit den wichtigen dingern
* gib nicht auf denn es geht weiter
locker flockig, immer heiter
* fuck schneiden hauen brennen licht
wollen kleine kinder nicht
* hör auf hier mit reimend schreibend kotzen
hör auf mit sinnlos sternenmotzen.

Sonntag, 7. Juli 2013

Ablehnung gleich 2 mal

see Collage
Mit Rückblick klappt es grad ja nicht so gut, ein oranger Faden steht noch aus, aber hier ein Bild, wir haben mit Mai einen See in der Nähe angesehen, leider war es an dem tag eher bewölkt und regnerisch, aber wir waren da und werden auch wieder hinfahren. Irgendwann auch hin radeln oder gar laufen? Auch waren wir in einem neuen Bastelladen, ich glaube Sa hätte ihre Freude darin gehabt, denn die hatten Scrap-Papier ohne Ende – in kleinen Schritten lernen wir unser Städtchen wieder etwas kennen.
Tatsächlich ist für mich die Stimmung heute wieder leichter. Ich bin mehr da und fühle mich wieder “positiver”. Ja klar, keine Frage, das ist erst mal gut und so. Nur ist der Preis, das ich noch weiter wieder von Innen weg bin. Ich wurde mehr ausgegrenzt. Das macht Sinn, wenn dadurch der Alltag besser geht. Aber so kommt was Innen ist eben auch nicht nach Außen. Sie sind alleine innen, die anderen sterne. Am besten wäre, sie würden sich auch mehr raus trauen und es schaffen sich mit ihren Gedanken und Gefühlen zuzumuten. Sich Hilfe holen und vielleicht sogar eine Form der Klärung erfahren.
Vielleicht wäre das auch mein Job gewesen, nach Außen zu sagen was Innen ist… stattdessen fühle ich mich überfordert und mache alles, nur nicht damit umgehen. So ist es auch verständlich, wenn ich wieder abgeschirmt werde. Ich bin nicht minder unzuverlässig, als andere Erwachsene. Leider. Ich besitze diesen verdammten Mut nicht und ich bin egoistisch, denn ich bin erleichtert das es so ist, wie es jetzt ist. Auch wenn ich es nicht NUR bin. Aber ich weiß nicht wie und trau mich nicht. Wenn es so im Innen wirkt, dann soll es nicht eine weitere blöde Erfahrung in der Sammlung sein, die vor sich hin wirken kann. Ich wünschte wir alle könnten anders damit umgehen.
Auslöser von der Jetztsituation ist die Absage einer Therapeutin. Sie war in der Traumaklinik unsere Therapeutin und bis wir eine ambulante Therapeutin hatten, haben wir ihr fast täglich geschrieben per Email. Sie ist die Erste, die UNS gesehen hat. Nach unserem 4. Intervall in der Klinik hat sie dort aufgehört und ist jetzt in eigener Praxis. Wir sind danach in keine Klinik mehr. Vor 3 Jahren haben wir vor der Entscheidung gestanden, ob wir bei Frau Str. weiter machen oder zu Frau S. wechseln. Frau S. hat uns zugesichert, das sie, wenn Frau Str. in Rente geht, mit uns arbeiten wird und möchte. Das haben einige geglaubt. Es gab ein ziemlich unerschütterliches Vertrauen und einige haben, soweit ich das weiß, richtig gehend auf sie gewartet. Die jetzige Absage, im Sinne von: “erinnere mich gerne an die Arbeit mit Ihnen…, aber kein Platz, lange Warteliste und nehme niemanden mehr auf, weil man es den Wartenden nicht antun kann….”  Das war ein Schlag in die Magengrube. Sagt man das so? Eine sehr tiefe Enttäuschung. Das Wissen, man kann Erwachsenen nicht trauen und erst recht denen die Helfen wollen. Man ist nicht wirklich gemeint. …. es gibt viele Gedanken dazu, aber ich hör grad mal wieder auf, denn die Tränen sind wieder nah.
So, etwas abgelenkt wieder.
Was ich noch schreiben wollte… Wir lesen ja immer mal wieder in Blogs und in einigen auch immer wieder und gerne. Immer mal wieder lesen wir dann was, das uns eigentlich nicht gut tut. Man kann sich aber schlecht schützen, weil jede ja schreibt wie sie schreiben möchte und das ist an sich ja auch gut so. Meistens sagen wir nichts.  Heute möchten wir was sagen.
Wir lasen auf einen Blog, den wir gerne lesen. Es wurde Sinngemäß geschrieben, dass ja eigentlich Hunde grad nicht frei am/im See sein dürfen, aber Hunde im/am Wasser ja gerne gesehen werden und wirklich ekelig manche Menschen sind, die pickelig, schuppig, verschwitzt, fettig ihren Körper ins Wasser hieven. Uns verletzt sowas sehr. Wir haben Neurodermitis und schwere Adipositas, wir erfüllen alle ekeligen Kriterien. Und wir würden uns natürlich nie frei an einem See bewegen, wo Menschen sind und schon gar nicht würden wir halbbekleidet ins Wasser gehen. Dabei haben wir früher das Wasser geliebt und das sich Bewegen am und in Wasser. Heute trauen wir uns nicht mehr. Weil wir wissen wie viele Menschen so denken und weil wir selber so über uns denken. Es woanders zu lesen – immer mal wieder, tut manchen sehr weh, andere macht es wütend, andere sehen sich einfach nur bestätigt in ihrem Hass auf den Körper. Aber was sollen nicht hässliche Menschen tun? Sollen sie plötzlich sagen, das sie alle Menschen mögen? Gar noch Schön finden? Ich weiß das das nicht so geht. Alleine das Denken zu ändern ist schwer genug und mir ist klar, das auch ich all meine Verurteilungen und Vorurteile in mir habe… aber ich würde es mir wünschen, das Menschen sowas nicht mehr sagen/schreiben. Ich würde mir Achtsamkeit wünschen von mir, aber auch von jedem. Wenn jemand sowas schreibt, dann gibt es viele die dem ganz klar zustimmen. Aber man muss ja Menschen nicht mögen, nur weil man Achtsam ist. Ich weiß, jede hat das recht zu schreiben was sie will und wenn es wahr ist dann ist es wahr… Vielleicht sind irgendwann diese Äußerlichkeiten keine Bewertungsgrundlage mehr. Weder Einarmig oder Blind, noch Fett und Dünn, noch pickelig oder vernarbt oder mit Neurodermitishaut, hell oder dunkle Haut, Mann oder Frau und und und…. aber das wird noch sehr sehr sehr lange dauern! Ich versuche Achtsam zu sein, besonders wenn ich öffentlich schreibe (und bitte darum mich darauf Aufmerksam zu machen, wenn es mir nicht gelungen ist) weil jede nur bei sich Anfangen kann. Aber ja. Sowas macht viel und tut weh. Und ja, es ist nicht so selten, das man sowas liest.

Nachtrag:
Es ist mir wichtig, das hierbei der Fokus mehr auf Achtsamkeit miteinander gelegt ist. Niemand weiß was dazu führt sich so oder so Auszudrücken,  gerade oder öfter - mir ist einfach nur wichtig zu sagen was es mit mir macht und um Achtsamkeit zu Bitten. Ich will niemanden Verletzen und nicht Verurteilen... nur aufmerksam machen.

Wir wünschen allen eine Achtsame und gute Woche!

Seifenblasen platzen

Seifenblasen   Diese und unsere Welt sind weit voneinander entfernt und doch so sehr nah und verwoben. Ich bin mehr in dieser Welt als in unserer. Versuche in der äußeren Realität mich zu verankern. Versuche dem inneren Spuk nicht zu verfallen. Versuche… aber es ist grad so schwer. Ich sehe die Realität und weiß, was angemessen ist. Nur ist der Sog von Innen zur Zeit so stark, dass es mir schwer fällt. Im Außen nicht richtig sein können und sich auch nicht ins Innen trauen. Das Gefühl, da ist zu viel Gefühl. Zu viel Bewertung der Außenwelt wegen diesen Gefühlen. Alles zu viel. Dabei ist der Auslöser Real nicht so vernichtend, wie es sich anfühlt, wenn ich was fühle. Und doch kann ich grad nicht einfach erzählen, weil ich Angst habe hinab gezogen zu werden. Ich fühle mich zerrissen. Ich hoffe einfach das es sich wieder beruhigt. Mehr geht grad nicht. Vielleicht ist es morgen wieder anders. Ich werde morgen wieder versuchen zu schreiben.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Geben, Nehmen, Denken, Fühlen

Glocke buntUnsere Teilnahme an der Blogparade zum Thema Wünschen (hier der Link) hat nochmal so ein bisschen was bewusst gemacht.
Einmal war es echt schwer die Wünsche aufzuschreiben. Die Wertigkeit festzulegen, was würde man mit 1.000 € kaufen was erst mit 100.000 €? Was muss sein, was wäre cool, was wollen wirklich… auch nach dem Schreiben gingen Innen noch viele Gedanken dazu umher. Dieses und jenes wurde vergessen und eigentlich wäre es doch besser wenn…. und das Sozialamt würde uns das Geld eh wieder wegnehmen….. Wir warten jetzt schon fast 10 Jahre auf einen unanfechtbaren Urteilsspruch wegen dem OEG. Das sind eben auch 10 Jahre, in denen wir oft uns oft ausmalen was wir mit dem Geld machen können. Geld was uns zusteht und wo nicht das Sozialamt oder sonst wer zugriff hat. Eine Rückzahlung – in 10 Jahren ist das einiges an Geld. Diese Aussicht ist für uns die einzige reale Möglichkeit jemals an eine größere Summe Geld zu kommen. So wird sehr häufig gedacht und gesagt: “Wenn wir mal Geld haben dann…”. Dabei ist klar, das wir auch damit rechnen müssen, das wir nicht als ehemaliges Opfer anerkannt werden. Es liegt beim Gericht.

Also das Denken begleitet uns lange schon, das Aufschreiben ist noch mal sehr anders… und macht auch noch mal deutlicher wie Bedürftig wir uns fühlen. Ich schreibe fühlen, weil wir Real alles haben was notwendig ist. Jedenfalls für das wie es ist, unser Leben. Wir kennen das gut so und haben fast nie anders gelebt. Auch nicht in unserer Kindheit. Zwar haben beide Elternteile immer gearbeitet, aber es wurde ein Haus gebaut und er war Spielsüchtig. So spielte “Geld nicht haben” immer eine große Rolle in unserem leben. Bekommen was man wirklich wollte geschah, soweit ich weiß, fast nie. Sonderangebote und Notwendiges was selten gefiel, wo aber Dankbarkeit immer sehr erwartet wurde, auch Wochenlang einem vorgehalten wurde das man ja was bekommen hat. Geschenke die man selber machte, gefielen insbesondere der Mutter nie. Es war nie genug und nie das Richtige. Es wundert mich nicht, dass einige Innere mit Geschenken nicht gut umgehen können. Da ist fast überwältigende Freude, neben großem Misstrauen und sogar Angst, neben “haben wir nicht verdient” und so weiter…

Nach 21 Jahren, von denen wir 11 Jahre zusammengelebt haben können wir inzwischen von Mieke Geschenke annehmen. Wir können uns freuen (ich glaube von einige Inneren ist zumindest ein tolerieren da). Allerdings auch nur bis zu einem bestimmten Rahmen, wenn es aus verschiedensten Gründen zu viel wird, dann müssen wir auch Mieke stoppen. Das alles hat ja auch mit der eigenen Wertigkeit zu tun. Mit Schuld und Bedürfnissen, Geben und Nehmen (dürfen, wollen, können). Und so vielem, was ich noch gar nicht weiß, weil es zu anderen Inneren gehört. Mieke hat uns erleben lassen, das man seinen Geburtstag schön gestalten kann und Geschenke bekommt die schön sind und das alles Freude machen kann und das es für uns alles passiert an diesem Tag. Da durften wir viel lernen und dennoch ist noch Heute dieser Tag immer wieder schwierig.

Im letzten Jahr hatten wir eine Geburtstagsüberraschung mit der wir nicht gerechnet haben. Bei der lieben Christa J. haben wir bei einer Verlosung gewonnen und ein sehr schönes Wichtelpäckchen bekommen. Und wir haben ein richtig großes Paket mit wirklich vielen schönen Sachen in der Weihnachtszeit bekommen. Alles Drei geistert bis heute noch innen herum. Immer noch wird hinterfragt, gestaunt und gefreut, gefragt und und und… bei dem Paket liefen beim Auspacken Tränen, der Überwältigung. Gerade die Innenkinder freuen sich am meisten und können es am wenigsten glauben. Alles war von Menschen, die uns nichts schenken müssen, die es taten, weil sie es wollten, bis heute konnten wir nichts Geben. Das Denken ist da, aber wir schaffen es nicht und naja, für Christa wollten wir immer ein Dankeposting schreiben, was wir nie geschafft haben und noch heute wird überlegt, wie man es doch noch machen könnte. Mir ist bewusst, das es Dinge sind, die für die meisten Menschen normal sind und nur wenige werden sich so lange in der Art damit beschäftigen. Wir haben nicht mal alle der Geschenke benutzt bisher, weil – ich weiß nicht richtig warum… weil sie dann den Zauber verlieren? Sich in Luft auflösen? Ich weiß es grad wirklich nicht, aber ich denke Innere werden es eher wissen als ich. Dafür weiß ich zu wenig von den Inneren. Aber bei allem was es schwierig macht, ist auch Freude da. Manches ist notwendig es immer wieder angucken zu können. So hängen Luftballons mit Miekes Puste drinnen immer noch an der Küchentür. Wir brauchen oft für alles ganz lange. Manchmal geht es aber auch ganz leicht und ist einfach nur schön. So ganz weiß ich nicht wann was ist.

Manchmal wissen wir nicht warum wir was bekommen. Warum kauft uns jemand ein Eis auch wenn wir nicht Geburtstag haben und es keinen erkennbaren Grund gibt? Was steckt dahinter? Wie können wir was zurückgeben? Das haben wir uns nicht verdient….

All diese Erfahrungen bewirken, das Innere eine Ahnung bekommen davon, dass man ihnen was Gutes geben will. Vielleicht nur weil sie da sind. Vielleicht ohne das dafür was erwartet wird. Andere sind immer in der Schuld, weil sie dafür was geben möchten. Einige fangen (vielleicht?) an sich “als es Wert” zu betrachten. Andere denken langsam von selber an eine Belohnung nach etwas “geschafften”. Manche verdrängen einfach weg was sie nicht wahrnehmen und glauben wollen, andere wollen selber für die Bestrafung sorgen. Es ist leicht, schwer, schlimm, schön. Und ich weiß, dass ich noch am Anfang bin alles zu verstehen und wahrzunehmen. Aber ich habe eine Ahnung von *es könnte gut werden*.

Und mit diesen Worten versuche ich dann auch mal schlafen zu gehen.

Dienstag, 2. Juli 2013

Wünsch Dir was – was würden wir kaufen?

In ihrem Blog ruft“Mama arbeitet” zu einer Blogparade auf. Das Thema “Wünsch Dir was – Lasst uns träumen!”
“Träumt Ihr eine Runde mit? Oder wisst Ihr, was Ihr mit 1.000, 10.000 oder 100.000 € tun würdet?
Ich würde das gerne erfahren. Egal, ob hier im Kommentarbereich oder in deinem eigenen Blog.
Es könnte eine Blogparade sein: Lasst uns träumen.”
Sie schreibt dazu noch, das es um Geld geht, was ausgegeben werden soll – also nicht vernünftig sparen oder so ;o)
Wenn ihr mehr lesen möchtet was andere so machen würden, dann schaut doch mal bei ihr vorbei!
svetna bolonka
1.000 Euro
Hmmm, jetzt ist es doch nicht so einfach…
Ich denke, ich würde mir erst mal eine Lesebrille kaufen (120 €)
Dann würde ich einen geliehenen Betrag von 250€ zurückzahlen.
Ein Bluetooth Headset hätte ich auch gerne (40-80 €)
Und der Rest würde für Schuhe und Kleidung gebraucht werden und kleine Geschenke für andere.
10.000 Euro
Wieder geht vor langer Zeit geliehenes zurück an die Besitzerinnen (3.000 €)
Ein Bett und eine gute Matratze, neues Kissen und Bettdecke (1.400€)
Alles so wie für 1.000 € nur die kleinen Geschenke wären größer und mehr Kleidung (2.000 €)
Einen Hund, einen Zwetna Bolonka. Mit Hundeschule, Hundeführerschein und Erstausstattung, Futtervorrat und Tierarztkostenrücklage (3.000€)
Ein Smartphone mit guter Kamera (600€)
100.000 Eurofaber castell jubiläumskoffer
Alles wie oben (10.000 €) nur mehr Geschenke machen können.
Geld für Therapie zurücklegen können.
Neue Möbel für jeden Raum! und Balkon
Ein Fahrrad, ein besonders gutes und stabiles
Eine gute Nähmaschine
Einen tolle Kamera
Einen Supercomputer und  ein Pad und ein Ebookreader
diesen tollen Jubiläumskoffer von Faber Castell
viiiiel Bastelzeug und alles was ich zum Malen brauche
Eine Haushaltshilfe einmal die Woche für ein Jahr
Jaccolo (tolles Spiel) und Carrom und einige andere
Ersatzbrille und Sonnenbrille
Mikroskop und Lupe
Schöne Stoffe
Mehrere große Uhren mit Datumsanzeige
Neuen Fernseher
Lampen
Bücher, viele Bücher
Gute Scheren und Messer
Hausstand von Handtücher bis Gläser
Wolle, Strick- und Häkelutensilien
Eigenen Webspace
Eine Brust-OP
….
Ich glaube das Geld wäre immer noch nicht verbraucht. Vielleicht müßte ich doch was sparen ;o)
Mit mehr Geld würde ein Haus und ähnliches dazukommen.
Aber vorerst gehen mir die Ideen aus… find das echt schwierig, so aufgeschrieben ist anders, als mal hier und mal da gezielt zu träumen.
Aber all das wäre schon Cool… einiges davon würde manches verändern schon. Ok, genug geträumt (vorerst :-) Was würdet ihr machen?
Wir wünschen Euch eine schöne Woche blumeBlau